Warum ausgerechnet „Verloren in Fürth“ ?

Es gibt mehrere Gründe der Redaktion den Titel der Ausstellung „Verloren in Fürth“ auch für die Website und ihr Programm beizubehalten. Hier einige:

Fürth, die Geächtete
Keine andere Stadt in der Region ist so unterschätzt, wie diese. Wer von weiter her kommt und in dieser Region einen Ort zum Leben sucht, wird selbst von Fürthern gewarnt:“ Zieht ja nicht nach Fürth!“ Erstaunlich, dass dann doch so viele ihr Herz an diese Stadt verloren haben.
Fürth, der Nischenort
In der Metropol-Region Fürth, Erlangen, Nürnberg bildet Fürth eine Art Nische. U.a. wegen günstigeren Wohnkonditionen konnten hier mehr Künstler und andere Randgruppierungen Lebensraum für sich finden. In der Biologie wäre das vergleichbar mit dem Artenaufkommen an bestimmten Plätzen: Je ärmer und scheinbar karger der Boden, desto bunter die Artenvielfalt. Und das ist in Fürth gerade noch so!
Und eigentlich auch seit Fürthgeschichte(n) geschrieben hat.
Fürth, die Vergessene
In persönlichen Umfragen, z.B. im Rheinland oder Norden Deutschlands, ist Fürth gar nicht wirklich bekannt. Eher ein übersehener und vergessener Ort. Nur ältere Leute erinnern sich noch an Erzählungen von der ersten Eisenbahn Fürth-Nürnberg und Fußballinteressierte wissen ob der Tabellenposition der Greuther. Sonst bedarf es erst einer Einladung nach Fürth, um sichtbar zu machen, wie ebenso wertvoll und reichhaltig diese Stadt, neben Erlangen und Nürnberg ist.
Fürth, die Bescheidene
Wer sich anhand Druckzeugnissen über das kulturelle Treiben des eigenen Landes informieren will, der wird Fürth eher selten finden – erstaunlicherweise auch im Jubiläumsjahr. Ebenso die vielen Zugreisenden, die dank Mobil-Magazin auf alle Kulturellen Highlights Deutscher Städte hingewiesen werden, dürften das 1000 Jährige Fürth mit großartigem Programm kaum entdecken. Löbliches Sparprogramm oder echte Bescheidenheit? Aufjedenfall bleibt sich damit Fürth eigen.
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